Wer wir sind erzählen wir am besten von Anfang an. Es ist das Abenteuer unseres persönlichen Vorbilds, eine Geschichte von Mut und Vertrauen in die Zukunft.

Der Held, unser Vater Michael, hat 25 Jahre lang in Waldniel im Krankenhaus Patienten versorgt. Er leitete die chirurgische Ambulanz und war mit Leidenschaft am Werk. Wir Kinder, Jaan und Mareen, sind dabei nie zu kurz gekommen. Unser Papa in Weiß und das Krankenhaus waren uns vertraut. Auch für uns hängen daran Erinnerungen an Besuche im Bereitschaftsraum und gemeinsames Essen in der Kantine. Tatsächlich gibt es uns sogar nur, weil unsere Eltern sich in der Krankenpflegeschule kennengelernt haben. Das Interesse am Wohl unserer Mitmenschen ist sehr tief verwurzelt in unserer Familie.

Wie alle Kinder hatten auch wir kleine und größere Verletzungen. Nur mussten wir damit nie zum Arzt, weil Papa immer wusste, was zu tun ist.

So war es auch im Dezember 2003 noch, als das Krankenhaus schon geschlossen war und Papa seinen Job verloren hatte. Jaan hatte sich beide Handgelenke gebrochen. Weil das Röntgengerät noch an seinem Platz stand, brachte Papa ihn hin, um ihn zu versorgen.


Er traf auf den neuen Eigentümer des Hauses, kam mit ihm ins Gespräch über Umbaumaßnahmen und Zukunftspläne für ein Barrierefreies Wohnprojekt. Es entstand die Idee, mehr aus dem Gebäude zu machen, nach niederländischem Vorbild.

Aus der Idee wurde ein Konzept für Wohnen mit Service, das dem neuen Eigentümer gefiel.

An dieser Stelle kam der Mut ins Spiel. Es gab keine rosige Aussicht auf eine sichere Zukunft ohne feste Arbeit. Papa war noch nie selbstständig gewesen und hatte keine Erfahrung damit. Aber er wusste genau, was er wollte. Für uns, für Mama und für die Menschen denen er Hilfe leisten wollte. Er vertraute auf sein Glück und tat den ersten Schritt ins Ungewisse.

Es war ein großes Risiko und vielleicht hätten sich viele nicht getraut. Manche hätten gesagt das war waghalsig, übereilt, unvernünftig. Aber wir nennen es mutig! Er vertraute auf sein Glück und hat es geschafft.

Seit über 20 Jahren ist er selbstständig. Die Seniorenresidenz im ehemaligen Krankenhaus gibt es noch immer. Parallel dazu hat er vor einigen Jahren den ambulanten Service “Seniors Partner” gegründet, ebenfalls erfolgreich.

Heute sind wir Kinder groß. Wir beide haben unseren Vater den Glücksritter von Zeit zu Zeit unterstützt aber das reicht uns nicht mehr. Wir finden, der ambulante Service hat noch mehr zu bieten. Wir glauben, nicht nur Senioren brauchen Hilfe im Alltag. Es gibt so viele Menschen aller Altersklassen, die wir unterstützen können. Unser Papa ist nicht mehr weit von der Rente entfernt. Wir wollen weiterführen, was er angefangen hat.

Hier beginnt nun unsere Geschichte. Zwei Glücksritter, die einen gewagten Schritt ins Ungewisse machen um eine Idee zu verwirklichen. Wir hatten ein gutes Vorbild.

Danke Papa für deine Ideale, deinen Mut, deine Willenskraft und dein Vertrauen ins Leben. Wir sind stolz auf dich! Mit allem, was du uns mit auf den Weg gegeben hast, wollen wir ein neues Kapitel schreiben. Wir wollen Hilfe leisten, damit andere in die Welt hinaus gehen und ihr eigenes Abenteuer erleben können.

Jaan

Michael

Mareen